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Choreografische Werkstatt


Choreografische Werkstatt

Wer bereits 2 bis 3 Stunden regulären Unterricht nimmt, (d.h. Tanzklasse 90 min + Ballett/Modern 60-90 min) hat Aussichten, in die Förderklassen „Junior Werkstatt“ (bis 15 Jahre), bzw. Choreografische Werkstatt“ (15+) aufgenommen zu werden. Hier wird jedoch nicht nur technisches Können vorausgesetzt, sondern auch Einsatz, Zuverlässigkeit und Disziplin. Die Entscheidung zur Mitarbeit ist einer Entscheidung für einen Leistungssport mit mindestens 3maligem Training/Woche gleichzusetzen.

In der Choreografischen Werkstatt werden Tänze und Tanztheaterstücke entwickelt; der Gestaltungsprozess steht im Vordergrund. Hohes technisches Können und Experimentierfreude werden vorausgesetzt.

Die Aufnahme erfolgt über einen Leistungstest, in dem die allgemeine Tanztechnik, die tänzerische Kreativität, das musikalische Verständnis und rhythmische Sicherheit in einer Unterrichtssituation überprüft werden; außerdem ist eine Kurzstudie von mindestens 1 min, höchstens 1 min 30 sec zur Bewerbung anzufertigen. Die Überprüfung erfolgt jährlich im Mai gemeinsam mit den Bewerbern für StuVo Tanz.

Bewerber für die Choreografische Werkstatt sind nicht automatisch im StuVo-Programm.

Im Rahmen einer weiteren Kooperation mit dem Gymnasium Langenberg und der Junior CW entstand 2015/16 die Ballettsuite „Der Feuervogel“ nach der Musik von Igor Strawinsky in zeitgenössischem Gewand. Sebastian Groneweg zauberte dazu ein stimmungsvolles Bühnenlicht auf der großen Bühne im wieder eröffneten Bürgerhaus. Im Rahmen der Eröffnungswoche zeigte auch die Choreografische Werkstatt in ihrer bisher jüngsten Besetzung mit einem Altersdurchschnitt von 15 Jahren ihr neues Programm „8 Seasons“ nach der Musik Astor Piazzola und Antonio Vivaldi. Teile daraus präsentierte die CW kurz zuvor beim 5. Tanzfestival Hürth.

Nahtlos schlossen sich die Proben für die Projekte 2017 an: zum einen das vierte gemeinsame Neujahrskonzert mit der Deutschen Streicherphilharmonie, die im Januar 2017 im Bürgerhaus gastierte. Es wurde ein heiter-besinnliches Programm mit der Streicherserenade von Max Bruch und musikalischen Preziosen gegeben; zum anderen „Bal de la Vie“, seit Langem wieder ein großes Tanztheaterprojekt. Durch die Beteiligung von 40 Schülerinnen des Gymnasiums Langenberg boten sich neue Gestaltungsräume auch für die Choreografische Werkstatt.
In Vorbereitung ist derzeit das Projekt „getaktet“, das im Mai 2018 Premiere feiert.


Biographie der Choreografischen Werkstatt

Die Choreografische Werkstatt (ehemals Choreographische Werkstatt Langenberg) geht 1990 aus der Tanz AG am Gymnasium Langenberg hervor, um begabten Schülerinnen eine Plattform zum (Mit-)-Gestalten von Tänzen zu geben und Bühnenerfahrung außerhalb der Schule zu sammeln.

Unter der Leitung von Gabriele Voigt entstehen eindrucksvolle Choreographien, die
  • 1993 mit dem Schülerkulturpreis der Velberter SPD und
  • 1997 mit dem 2. Preis bei „Poesia“ – Italienisches Fest in Langenberg
ausgezeichnet werden.

Auf die Arbeit der Choreografischen Werkstatt aufmerksam geworden, nimmt Heinz Jürgen Küpper in demselben Jahr Kontakt zu Gabriele Voigt auf. Im Team mit der langjährigen Partnerin und ebenso erfahrenen Tanzpädagogin Cornelia N’Jai übernehmen sie Ende 1997 den Tanzunterricht an der Musik&Kunstschule Velbert. Bei der alljährlichen Werkschau der Tanzklassen ist die Choreografische Werkstatt ein besonderes Highlight. Aus der ersten Generation gehen Kathrin Rave und Todora Kujovic in eine professionelle Tanzausbildung nach Berlin.

Bei der Arbeit zum ersten Tanztheater-Projekt „Momo“ 1999 werden die Tänzerinnen der Choreografischen Werkstatt mit den jüngeren Schülerinnen der Tanzklassen der MKS zusammengeführt. Dabei übernehmen sie einen großen Teil der solistischen Rollen.

Unabhängig davon kann die CW
  • 1. Preis im Landesjugendtheaterwettbewerb im Theater Münster mit "Spieglein, Spieglein..." nach Langenberg holen.

Im Jahr 2001 erfolgt die Eingliederung der Choreografischen Werkstatt in die Musik&Kunstschule Velbert, um fortan auch begabten Schülerinnen der Tanzklassen die Möglichkeit zur intensiven gestaltenden Arbeit zu eröffnen. Zum ersten Mal bewährt sich dieses Konzept 2003 in der Tanztheater-Produktion „Eurydike“. Dies geht so weit, dass Cornelia N’Jai und Gabriele Voigt die mittlerweile Studierenden Denise Derkum und Nicole Siefert in die choreographische Assistenz holen. So wird zwei besonders talentierten und engagierten Tänzerinnen der Einblick in die weit über eine Choreografie reichende Projektarbeit vermittelt.

Yara Hassan, die für die Titelrolle vorgesehen war, hat sich schon vor „Eurydike“ aus der Choreografischen Werkstatt verabschiedet. Sie geht in die Tanzausbildung an die Rheinische Musikhochschule Köln. Nach „Eurydike“ folgen ihr Denise Derkum und Nicole Siefert sowie auch Pia Zöller, um sich ganz ihrem Studium zur Rhythmik-, Sport- oder Musikpädagogin zu widmen.

Der nächste Abschied kommt mit dem vorübergehenden Ausscheiden von Cornelia N’Jai im Jahr

2004, das für die CW aber dennoch ein Jahr der Preise wird mit
  • Europäischer Musikpreis der Partnerstädte Velbert, Châtellerault und Corby
  • Förderpreis für junge Künstler der Stadt Velbert
Im Jahr 2005 gibt es über die Choreografische Werkstatt wieder eine Kooperation zwischen der Musik&Kunstschule Velbert und dem Gymnasium Langenberg. Gabriele Voigt inszeniert gemeinsam mit der Kollegin Angelika Stodt, deren Theater AG und der CW „Die letzte Welt“. Tanztheater, Sprechtheater und aufwändiges Filmwerk verschmelzen zu einem Gesamtkunstwerk und die Produktion erhält dafür die
  • Auszeichnung für die beste künstlerische Gesamtleistung beim "Schülertheatertreffen Ruhrpott" im Schauspielhaus Bochum
An der filmischen Arbeit ist übrigens Kim Münster beteiligt, die ihre Begeisterung für dieses Metier im darauffolgenden Studium professionalisiert.

2005 wird auch die Junior CW gegründet. Die Leitung hat Nicole Siefert, die vorübergehend für Cornelia N’Jai einspringt. In der Junior CW werden jüngere talentierte Schülerinnen ab 13 Jahre für einen fließenden Übergang zur Choreografischen Werkstatt langsam vorbereitet. Durch einen früheren Einstieg wird die Zugehörigkeit über einen längeren Zeitraum gewährleistet, da die Tänzerinnen in der Regel nur bis zum Eintritt in Studium oder Beruf bleiben. Dieses Konzept bewährt sich sogleich, als in kürzester Zeit für ein Auftragsprojekt ein abendfüllendes Programm erstellt werden muss.

2007 steigt Cornelia N’Jai zu der Tanztheater – Produktion „beflügelt“ wieder in das choreografische Team ein und übernimmt nach dem Ausscheiden von Nicole Siefert im Sommer 2007 die Leitung der Junior CW. Das erste gemeinsame Projekt von CW und Junior CW ist

2008 „Lichtspiele“, eine Multimedia-Tanzperformance zur gleichnamigen Ausstellungs-Eröffnung des VHS- Fotoclubs.

Ursprünglich gedacht als Produktion mit einer Senior CW aus ehemaligen Kommilitoninnen und Schülerinnen choreographieren und inszenieren Cornelia N’Jai, Gabriele Voigt und – nun als Kollegin – Denise Derkum das Kammer-Tanztheater à Tango „Atienda al Maletín“ mit der Choreografischen Werkstatt. Danach verabschiedet sich Lisa Graff, die seit 2001 in der Choreografischen Werkstatt tanzt, und geht zur Tanzausbildung nach Freiburg/Breisgau.

Die Bereitschaft zur intensiven Trainings- und Probenarbeit und zum bedingungslosen Einsatz für die Sache sind – wie im Leistungssport - außer dem Talent Grundvoraussetzungen für die Zugehörigkeit in der Choreografischen Werkstatt. Die künstlerisch-pädagogisch wertvolle Arbeit bewährt sich ein weiteres Mal in dem Kooperationsprojekt mit der Deutschen Streicherphilharmonie „Tschaikowsky – Die Jahreszeiten“. Nach nur 9 Wochen Probenzeit geht im Januar 2009 ein Programm auf die Bühne des Forums Niederberg, das der Bürgermeister der Stadt, Stefan Freitag, als „akustischen und optischen Genuss“ lobt.

Neue Impulse erhält die Choreografische Werkstatt ab Februar 2009 durch die Verknüpfung mit einer Studien vorbereitenden Ausbildung.

Mit der Aufnahme in das Programm „Studienvorbereitende Ausbildung“, das mit einer Förderung verknüpft ist, wird eine jährliche Prüfung zur Bedingung. Hier werden sehr eindrucksvolle Ergebnisse gezeigt und das Niveau von Jahr zu Jahr angehoben.
Auf Einladung des Elementarer Tanz e.V. zum 70. Geburtstag von Graziela Padilla wird das Tango-Tanztheater „Atienda al Maletín“ in neuer Besetzung einstudiert. Auch das 2003 uraufgeführte Tanztheater „Eurydike“ wird mit einigen Veränderungen wieder aufgenommen und anlässlich der 300-Jahr-Feier des Gymnasiums Langenberg im Jahr 2011 als Kooperationsveranstaltung mit dem Jubilar präsentiert.
2012 gibt es eine weitere Kooperation mit der Deutschen Streicherphilharmonie. Unter der Leitung von Prof. Michael Sanderling wird im Rahmen des Neujahrskonzertes zu „Symphonic Serenade“ von Erich Wolfgang Korngold eine Choreografie getanzt, die zurück zu den Wurzeln des Elementaren Tanzes führt. Auch 2014 gibt es eine Zusammenarbeit mit der DSP und ihrem neuen Leiter Wolfgang Hentrich. Zur Streicherserenade von P.I. Tschaikowski entsteht wiederum eine Choreografie, die ganz im Sinne des Elementaren Tanzes der musikalischen Struktur folgt.
Auch der Nachwuchs wird in der Jungen Choreografischen Werkstatt (Junior CW) weiterhin gefördert. Ab 2013 werden in einer eigenen Ensemblestunde Tänze aus dem Ballett „Der Nussknacker“ erarbeitet und 2014 in Kooperation mit einer durch die LAG Tanz NRW geförderten Tanz AG am Gymnasium Langenberg als modernes Tanztheater zur Aufführung gebracht.


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Weitere Infos

Tanzunterricht für:
Kinder ab dem Vorschulalter, Schulkinder, Jugendliche

Dauer: 45/60/90 Minuten

Kursstärke: Maximal 12 Teilnehmer pro Tanzklasse

Unterrichtsort:
Velbert-Mitte
Velbert-Langenberg
Velbert-Neviges